Viele Kirchener erinnern sich noch an ihn: Otto Kasch (1888 - 1978), Erbauer des Druidenschlösschens auf der Kirchener „Sohle“, gewandter Erzähler und Verfasser eines Büchleins „Lugge looh“, ein Bändchen mit Gedichten in Hochdeutsch und in „Kiercher Platt“. Otto Kasch baute schon in den 1920er Jahren am viel begangenen Wanderweg Siegen-Betzdorf eine „Erfrischungsstation“ auf der „Sohle“, dem Bergrücken zwischen Kirchen und Herkersdorf, von dem man einen wunderschönen Rundblick über Kirchen, nach Freusburg, ins Siegerland und auf Herkersdorf und natürlich den Druidenstein hatte.
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Aus der Erfrischungsstation wurde später das „Druidenschlösschen“. Nach dem Krieg übernahm Otto Kaschs Tochter Lotte Weinert das Haus, das unter ihrer fach- und sachkundigen Leitung zum beliebten Hotel-Restaurant wurde, in dem auswärtige und einheimische Besucher gerne zu Gast waren.
Die Begegnungen und Gespräche mit vielen Menschen und seine Mitgliedschaft in mehreren Vereinen, die ja bekanntlich auch als „Nachrichtenbörse“ gelten, mögen Otto Kasch zu seinen Gedichten inspiriert und angeregt haben, in denen er Ereignisse und Persönlichkeiten Kirchens humorvoll in Reimform charakterisierte. So z.B. „Die Macht des Geschegges“, „En kleen Väsehn“ oder „Die leewe Miedsekatze“.
Die mundartlichen Gedichte erschienen bereits 1934, wegen der großen Nachfrage gab Otto Kasch 20 Jahre später einen neuen Band heraus, ergänzt mit hochdeutschen Gedichten. |