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Titus Kötting
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Es waren sicher nicht viele Bergleute, die zur Feder gegriffen und ihre Lebenserinnerungen aufgeschrieben haben. Einer, dem es ein Anliegen war, sein Bergmannsleben der Nachwelt zu erzählen, war der Herdorfer Titus Kötting. Er war ein Neffe der bekannten Heimatdichterin Maria Homscheid. 1988, vier Jahre vor seinem Tod, hatte er sein handschriftliches Manuskript vollendet. „Mein Leben als Bergmann“ hieß es. 41 Jahre lang war Kötting Bergmann gewesen (davon 31 Jahre unter Tage), und zwar auf den „berühmten“ Herdorfer Gruben „Wolf“, „San Fernando“ und „Friedrich-Wilhelm“.Kötting begann am 1. April 1924 als „Haldenjunge“ auf der Grube „Wolf“. Er erzählt, wie er erstmals nach unter Tage kam, berichtet von der guten Kameradschaft, von Gefahren, von lustigen und traurigen Erlebnissen. Er schildert die schwierige Kriegs- und Nachkriegszeit und das letzte verzweifelte Aufbäumen in den 1960er Jahren, durch Versuchsbohrungen neue Erzvorkommen zu finden. So vermittelt das Buch neben persönlichen Eindrücken auch einen authentischen Einblick in die Welt unter Tage. Dabei schreibt er so plastisch, dass es ihm gelingt, beim Leser „Kino im Kopf“ zu erzeugen.
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